Green Planet AG: Neuer Prozess wegen Betruges

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Der Skandal um die insolvente Edelholz-Investmentanbieterin Green Planet AG beschäftigt weiter die Justiz. Der nächste wegen Betruges Angeklagte steht vor Gericht. Zwar trat der Angeklagte nicht offiziell bei Green Planet in Erscheinung. Aber dennoch war er im Verlauf des Prozesses gegen den Gründer und Geschäftsführer der Green Planet AG 2015 inhaftiert worden.

Es ist bereits der zweite Betrugs-Prozess im Skandal um die insolvente  Edelholz-Investmentanbieterin Green Planet AG. ECOreporter.de führt das Unternehmen in der Wachhund-Rubrik. Das Landgericht Frankfurt hatte erst Mitte Dezember den Gründer und Geschäftsführer des Frankfurter Unternehmens zu sechs Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Allerdings ist dieses Urteil noch nicht rechtskräftig. Die Verteidigung hat in diesem Fall Revision eingelegt (ECOreporter.de berichtete).

Neuer Angeklagter ein „Hauptnutznießer“ des mutmaßlichen Betruges?

Der nun in einem neuen Prozess Angeklagte steht ebenfalls wegen Betruges vor Gericht. Er war im August 2015 in Untersuchungshaft genommen worden, knapp drei Monate nachdem der Gerichtsprozess gegen den Green-Planet-Geschäftsführer gestartet war. Zwar trat dieser Angeklagte nicht offiziell im Zusammenhang mit Green Planet in Erscheinung. Allerdings soll er die Geschäftsidee gehabt haben. Er gilt laut der Anklage als ein finanzieller „Hauptnutznießer“, heißt es in einem Bericht der Frankfurter Rundschau.

Die Green Planet AG betrieb über Tochterfirmen 40 Teakbaumplantagen und eine Kautschukplantage auf insgesamt 1.200 Hektar Landfläche. Anlegern verkaufte das Unternehmen Besitzurkunden für die Bäume. Dazu warb das Unternehmen damit, dass der Verkauf von Edelholz und Kautschuk bis zu 13 Prozent Rendite einbringen könne. Laut der Insolvenzverwaltung der Green Planet AG haben 760 Anleger 22,6 Millionen Euro investiert. Allerdings soll nur ein Teil davon nach Costa Rica gegangen sein (mehr dazu lesen Sie hier).   Dem Strafverfahren gegen den Gründer und Chef der Green Planet AG war eine Razzia der Staatsanwaltschaft und die Sperrung der Unternehmenskonten vorausgegangen (ECOreporter hatte berichtet).
Insolvenzverfahren produziert Schlagzeilen

Das Insolvenzverfahren selbst sorgte ebenfalls für Schlagzeilen, weil eine Interessengemeinschaft von Anlegern, dem Insolvenzverwalter Miguel Grosser vorwirft, die Plantagen in Costa Rica möglicherweise unter Wert zu verkaufen und die Anleger unzureichend zu informieren. Der Insolvenzverwalter hatte die Kritik zurückgewiesen. Lesen Sie dazu Waldinvest-Pleite Green Planet AG: Anleger gegen Insolvenzverwalter – was wirklich als Wert noch in Costa Rica vorhanden ist.  Über das Insolvenzverfahren berichtete ECOreporter unter anderem hier: Holzinvestment-Pleite: Kommen die Green-Planet-Anleger mit einem blauen Auge davon?